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Die Aufstellung

Familienaufstellungen werden in Gruppen von ca. 20 Teilnehmern durchgeführt. Ein Teilnehmer wählt nun für sich selbst und für die übrigen Mitglieder seiner Herkunfts- oder Gegenwartsfamilie Stellvertreter aus Gruppe aus. Er nimmt die Person von hinten an den Schultern und stellt diese im Raum in Beziehung zueinander auf, wobei er sich ganz von seinem Gefühl leiten lässt.
Mit diesem "Aufstellen" entfaltet sich das innere, meist unbewußte Bild des Teilnehmers von seiner Familie als äußeres Kraftfeld der Aufstellung. Die bei den Stellvertretern auftauchenden Gefühle und Körperempfindungen geben auf eine oft erstaunlich genaue Weise die Situation des betreffenden Familienmitglieds und der in dieser Familie wirkenden Kräfte wieder. Stellvertreter erleben in der Aufstellung u.U. intensive Gefühle von Liebe, Trauer oder Wut ebenso wie ausgeprägte körperliche Empfindungen wie Hitze, Taubheit, Schmerzen oder überaschende Leichtigkeit - all das ohne vorherige Information über die Person, die sie vertreten.
Es scheint so, daß die Stellvertreter durch den Akt des Aufstellens zu "Medien" für Erfahrungen unbekannter anderer Menschen werden, von denen sie auf eine gefühlhaft körperliche Weise "wissen" und an deren Schicksal sie für die Dauer der Aufstellung teilhaben.
Über dieses Erleben der Stellvertreter können die in einer Familie im Guten wie im Schlimmen wirkenden Kräfte in einer Aufstellung ans Licht kommen und vielleicht erstmals bewußt wahrgenommen werden.

Lösungsversuche

Im Folgenden wird dann in mehreren Schritten nach einer Lösung für die Belastungen gesucht, denen der Klient und seine Familie bisher unterworfen waren. Im Licht des "wissenden Feldes" können die daran Beteiligten einen überaus bewegenden, oft überaschenden und schließlich befreienden Prozess zunehmender Einsicht durchlaufen, wobei der zunächst durch ein Gruppenmitglied vertretende Klient im Laufe der aufstellung selbst seinen Platz einnimmt, um die wichtigsten Lösungsschritte auch selbst zu vollziehen.
Solche Lösungsschritte bestehen vor allem aus drei Dingen: die Einbeziehung von ausgeklammerten und vergessenen Familienmitgliedern, so daß ihnen ihre Zugehörigkeit zur Familie nun auf gute Weise zugestanden wird; die achtungsvolle "Zurückgabe" belastender Erfahrungen und Gefühle z.B. an die Eltern, die ein Kind für sie zu tragen versuchte, so als hätte es das Schwere selbst erlitten; und die Anerkennung tatsächlicher eigener Schuld, die sich damit in eine Kraft zum Guten wandeln kann.
Die Lösung wird erkannt als ein untrügliches psychosomatisches Erleben von Stimmigkeit, Ruhe, Wärme, Leichtigkeit und oft auch Heiterkeit bei allen an einer Aufstellung Beteiligten - gerade auch im Angesicht und im Annehmen von unangenehmen Tatsachen und von schweren schicksalshaften Belsatungen.
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